Gemeinde in Zeiten von Corona - Ein Impuls der Kreuzkirchengemeinde

Liebe Frauen und Männer der Kreuzkirchengemeinde,   täglich dringen neue Krisen-Informationen in unsere Häuser und Herzen: Sie lösen Sorge aus und Angst, Mitgefühl und Solidarität, Ohnmacht und neue Ideen.

 

Liebe Frauen und Männer der Kreuzkirchengemeinde,

täglich dringen neue Krisen-Informationen in unsere Häuser und Herzen: Sie lösen Sorge aus und Angst, Mitgefühl und Solidarität, Ohnmacht und neue Ideen. Unsere Kinder sind zu Hause, ältere und gefährdete Menschen allein, alles öffentliche Leben ausgesetzt. Manch einer bangt um seine Existenz.

Was uns als christliche Gemeinde so wichtig ist, was uns trägt, nämlich die unterschiedlichen Formen von Gemeinschaft, das Feiern von Gottesdiensten - all das kann und darf nicht stattfinden. Kein Osterfest und keine Konfirmation.

Solidarität, so hat es Ministerpräsident Kretschmann formuliert, bedeutet derzeit den Verzicht auf Nähe und persönliche Begegnung.

Auch wir müssen neue Formen von Gemeinschaft und geistlichem Leben finden: Mit diesem Faltblatt wollen wir Sie einladen, zu Hause und trotzdem in Verbundenheit miteinander zu beten und zu feiern. Oft begegnen uns Gedanken in Liedern und Texten, die uns gerade jetzt, in der ungewissen Zeit, die vor uns liegt, existenziell betreffen. So zum Beispiel Dietrich Bonhoeffers Lied: "Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag." Es kommt in diesen Tagen darauf an, Geduld zu haben und zu warten, "was kommen mag", Gottes Kraft zu spüren, sich aber unbedingt auch an die Vorschriften zu halten, zu Hause zu bleiben, Kontakte zu meiden und die Hygienerichtlinien einzuhalten.

Auf der Rückseite dieses Blattes informieren wir Sie über Angebote, Gottesdienste zu Hause mitzufeiern. Und wir bieten Ihnen Gesprächsmöglichkeiten an. Nutzen Sie diese Angebote, lassen Sie sich ermutigen von den geistlichen Gedanken und auch von der Osterbotschaft: "Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!"

Es grüßen Sie herzlich

Pfarrerin Hannelore Bohner

und Kirchengemeinderätin Regina Wißmann-Hähnle

Ludwigsburg im März 2020

 

Miteinander verbunden

Jeden Abend um 18 Uhr läuten die Glocken der Friedenskirche zum Gebet – auch wenn wir es im Schlößlesfeld nicht hören können.

Gott. Wir sind verbunden. Als Menschen mit Menschen. Als Glaubende miteinander. Ich bringe dir meine Gedanken, mein Danken und mein Sorgen. Heute.

Viel Unruhe und Unsicherheit, Unplanbarkeit, nicht wissen, was kommt, prägt diese Tage. Manchmal zittert mein Herz, Gott, und manchmal bin ich überrascht, was das alles verändert und ermöglicht.

Gott, ich bitte für all die, die jetzt in Angst und Schrecken leben, die erkrankt sind und um ihr Leben ringen, die um ihre Existenz fürchten.

Ich bitte für alle, die helfen. Sie setzen sich und ihre Kraft und ihre Gaben ein füreinander.

Ich denke an Menschen, die Not leiden, an die Geflüchteten in den Lagern in Griechenland und im türkisch-griechischen Grenzgebiet.

Du bist bei ihnen allen, gehst Schritt für Schritt mit, findest Wege und Möglichkeiten, du Gott des Lebens.

Sei auch bei mir. Behüte deine Menschen. Geleite mich und uns zur Ruhe der Nacht. Schenke Frieden den Herzen und dieser Erde.

Gott. Wir sind Deine Menschen. Wir sind miteinander verbunden. Wir atmen die Luft deiner Schöpfung. Beten zu dir in allem, was ist. Beten zu dir mit den Worten, die uns im Herzen wohnen: Vater unser im Himmel …

Wir öffnen die Hände und sprechen laut: Gott segne uns und behüte uns. Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen.

Wer möchte, singt anschließend einen Vers von „Der Mond ist auf- gegangen“, EG 482.

Entstanden auf der Grundlage einer Idee des Gottesdienstinstituts der Nordkirche

 

Bleiben Sie in Verbindung!

 

Adressen, Kontakte, Infos


Wer hätte noch vor einem Monat gedacht, dass wir uns heute darüber Gedanken machen müssen, wie wir miteinander in Kontakt treten und in Verbindung bleiben können.

Die rasante Entwicklung der Corona-Pandemie und die damit verbundene Beschränkung der sozialen Kontakte hat uns veranlasst, Ihnen ein Kontakt-Telefon anzubieten. Momentan ist nicht abzusehen, wie sich die Situation entwickelt und wie lange sie anhält.

Es ist die auf Frau Pfarrerin Bohner weitergeleitete Nummer des  Pfarramts:

Kontakt-Telefon 890132

Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr


Melden Sie sich bei konkreten Fragen oder wenn Sie den Wunsch haben, mit jemandem zu sprechen. Wir freuen uns, wenn Sie anrufen und Ihre Rufnummer hinterlassen. Ein Mitglied unseres Teams wird dann Kontakt mit Ihnen aufnehmen.


Sofern möglich informieren Sie sich zu den Entwicklungen auf unserer Homepage:

https://www.kreuzkirche-ludwigsburg.de